Die spanische Deponie- und Verbrennungssteuer (Impuesto sobre el depósito de residuos en vertederos, la incineración y la coincineración de residuos) ist eine Umweltabgabe nach Ley 7/2022, die Unternehmen in der Abfallhierarchie nach oben drückt. Seit dem 1. Januar 2023 gilt für jede Tonne auf Deponie oder in der kommunalen Verbrennung ein staatlicher Steuersatz; autonome Gemeinschaften können regionale Zuschläge erheben. Für Hersteller, Handel, Logistik und Abfallerzeuger ist die Belastung nicht mehr nur das Gate-Fee: es ist eine regulierte Steuerposition, die vierteljährlich über Modell 593 deklariert wird.
Dieser Leitfaden erklärt die Einordnung in Ley 7/2022, Auslöser für Deponie versus Verbrennung, offizielle Sätze, Compliance-Schritte und wie strukturierte Abfalldaten Steuerlast sowie CO₂- und CSRD-Reporting senken.
Was Ley 7/2022 für Abfälle in Spanien geändert hat
Die Ley 7/2022, de 8 de abril, de residuos y suelos contaminados para una economía circular, ersetzte den alten Rahmen durch ein Gesetz im Einklang mit dem EU-Kreislaufpaket. Ziele sind höhere Recyclingquoten, bessere getrennte Sammlung (besonders Bioabfall), erweiterte Herstellerverantwortung und wirtschaftliche Instrumente gegen die schlechtesten Behandlungswege.
Titel VII schafft zwei Umweltsteuern:
- Kapitel I: Plastiksteuer (IEPNR) auf nicht recycelten Kunststoff in Einwegverpackungen.
- Kapitel II: Deponie- und Verbrennungssteuer auf Abfälle in Deponien, Verbrennungs- oder Mitverbrennungsanlagen.
Beide verfolgen dieselbe Logik: Deponierung und energetische Verwertung ohne Materialrecycling verteuern, damit Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling Standard werden. Das Gesetz trat im April 2022 in Kraft; Titel VII gilt seit 1. Januar 2023.
Der Hub der Agencia Tributaria ist die operative Referenz für Modell 593, Registrierung und FAQs.
Was die Steuer erfasst
Nach Artikeln 84 bis 97 der Ley 7/2022 ist es eine indirekte Steuer auf die Abgabe von Abfällen zur:
- Deponierung in zugelassenen öffentlichen oder privaten Deponien (D01, D05, D12).
- Verbrennung zur Entsorgung oder Energieverwertung in zugelassenen Verbrennungsanlagen.
- Mitverbrennung in zugelassenen Anlagen (staatlicher Satz: 0 €/t, autonome Regeln können abweichen).
Bemessungsgrundlage: Gewicht in metrischen Tonnen (drei Dezimalstellen) je Anlage (Artikel 92).
Entstehung: bei Deponierung bzw. im Moment der Verbrennung/Mitverbrennung (Artikel 90).
Tipp: Die Steuer folgt der Behandlungsroute, nicht der internen Abfallbezeichnung. Derselbe Produktionsausschuss kann unterschiedlich besteuert werden je nach Deponietyp, R01- oder D10-Verbrennung. LER-Codes und Anlagenklassifikation vor Budgetierung prüfen.
Wer zahlt: Steuerpflichtige und Ersatzsteuerpflichtige
Steuerpflichtige (Artikel 91.1): wer den steuerpflichtigen Tatbestand verwirklicht und Abfälle an Deponie oder Verbrennung/Mitverbrennung liefert.
Ersatzsteuerpflichtige (Artikel 91.2): Betreiber von Deponien oder Verbrennungs-/Mitverbrennungsanlagen, wenn sie nicht mit dem Steuerpflichtigen identisch sind. Praktisch rechnet der Anlagenbetreiber ab, deklariert Modell 593 und schlägt die Steuer auf der Rechnung durch (Artikel 94).
Erzeugen Sie Abfall ohne Anlagenbetrieb, zahlen Sie indirekt über Behandlungsrechnungen. Betreiben Sie eine Deponie oder Verbrennung, gelten direkte Anmelde-, Register- und Wiegepflichten (Artikel 95.7).
Offizielle Steuersätze: Deponie vs Verbrennung
Staatliche Sätze nach Artikel 93.1 (vor regionalen Erhöhungen):
Deponie (Auswahl)
| Abfall / Deponie | Satz (€/t) |
|---|---|
| Siedlungsabfälle, nicht gefährliche Deponie | 40 |
| Ausschuss aus Siedlungsabfallbehandlung | 30 |
| Sonstige nicht gefährliche Abfälle (allgemein) | 10 |
| Gefährliche Abfälle, gefährliche Deponie | 5 |
| Inerte Abfälle, Inertdeponie | 1,5 |
Höhere Sätze gelten für Abfälle ohne Vorbehandlung nach Real Decreto 646/2020 (Artikel 7.2).
Verbrennung (Auswahl)
| Anlage / Abfall | Satz (€/t) |
|---|---|
| Kommunale Verbrennung D10: Siedlungsabfälle | 20 |
| Kommunale Verbrennung D10: Behandlungsausschuss | 15 |
| Kommunale Verbrennung R01: Siedlungsabfälle | 15 |
| Kommunale Verbrennung R01: Behandlungsausschuss | 10 |
| Sonstige Verbrennungsanlagen: Siedlungsabfälle | 20 |
| Mitverbrennung (staatlich) | 0 |
D10 oder R01 hängt von Energieeffizienzschwellen der Region ab (Artikel 95.6).
Regionale Zuschläge: Artikel 93.2 erlaubt autonomen Gemeinschaften Erhöhungen auf staatliche Sätze im eigenen Territorium.
Compliance: Modell 593, Registrierung, Fristen
Orden HFP/1337/2022 genehmigt Modell 593 und das territoriale Register.
Kernpflichten:
- Vierteljährliche Selbsterklärung innerhalb von 30 Kalendertagen nach Quartalsende (Artikel 95.2).
- Elektronische Abgabe über AEAT.
- Registrierung vor Tätigkeitsbeginn (Artikel 95.4); fehlende Anmeldung: schwerer Steuerverstoß, 1.000 € Festgeld (Artikel 96.2).
- Eine Erklärung pro autonomer Gemeinschaft mit steuerpflichtigen Ereignissen.
- Chronologisches Register der deponierten, verbrannten oder mitverbrannten Abfälle (Artikel 95.5).
Steuerlast reduzieren
Der Steuerhebel folgt der Abfallhierarchie: Vermeidung, Wiederverwendung, getrennte Sammlung, Recycling, Biobehandlung vor Entsorgung.
Praktische Hebel:
- Quellentrennung nach Material und LER-Code.
- Behandlungsverträge prüfen: Recycling (R), Deponie (D), Verbrennung (D10/R01).
- Ausschussmengen senken durch bessere Eingangsqualität.
- Biogetrennte Sammlung nutzen, wo verfügbar.
- Recyclingfähige Verpackung im Einklang mit SCRAP-Pflichten.
- Tonnen nach Destination monatlich erfassen.
Dieselben Daten speisen Scope 3 Kategorie 5 in der CO₂-Bilanz.
Wie Dcycle Abfallsteuer und Reporting-Daten unterstützt
Dcycle ist weder Entsorgungsfachbetrieb noch Steuerberater. Es ist die Datenschicht zwischen operativen Abfallströmen, Steuerexposure, CO₂-Inventar und CSRD ESRS E5:
Abfallströme je Standort, LER und Behandlungsroute mit Belegen (Lieferscheine, Anlagenzertifikate).
Physische Tonnen und Kosten in einer Ansicht für Finance und Nachhaltigkeit.
Scope 3 und ESRS aus demselben verifizierten Datensatz.
Integration mit Plastiksteuer und SCRAP auf einer Plattform für Ley 7/2022-Pflichten.
Multi-Standort-Konsolidierung vor Audits und Kundenfragebögen.
Prüffähige Nachverfolgbarkeit jeder Tonne bis zum Quelldokument.
Demo anfragen, um Abfalldaten, CO₂-Reporting und Ley 7/2022-Workflows zu verbinden.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist Deponiesteuer dasselbe wie Verbrennungssteuer?
Es ist eine Steuer mit einem Rechtsregime in Ley 7/2022 Kapitel II, aber unterschiedliche Sätze je Behandlungsweg. Deponie, Verbrennung und Mitverbrennung sind getrennte Tatbestände. Siedlungsabfälle auf Deponie: 40 €/t staatlich; in D10-Verbrennung: 20 €/t vor regionalen Zuschlägen.
Wer reicht Modell 593 ein?
In der Regel Ersatzsteuerpflichtige (Anlagenbetreiber). Selbst veranlagende Steuerpflichtige sind möglich. Vierteljährliche elektronische Abgabe ist Pflicht nach Orden HFP/1337/2022.
Können Regionen höhere Sätze erheben?
Ja, Artikel 93.2 Ley 7/2022. Mehrere autonome Gemeinschaften verwalten die Steuer in abgetretener Zuständigkeit. Prüfen Sie den Satz am Standort der Anlage.
Ist Mitverbrennung immer steuerfrei?
Staatlich 0 €/t nach Artikel 93.1.g). Regionale Abweichungen sind möglich. Umweltgenehmigungen und Scope-3-Emissionen bleiben relevant.
Wie hängt das mit der Plastiksteuer zusammen?
Beide sind Umweltsteuern in Titel VII Ley 7/2022. Plastiksteuer auf nicht recycelten Kunststoff in Verpackungen; Deponie-/Verbrennungssteuer auf Tonnen in Entsorgung oder Verbrennung. Besseres Verpackungsdesign und SCRAP reduzieren Restabfall mit höheren Steuersätzen.